Morgenpost im Strandhotel Heringsdorf vom 12. Oktober 2008

 

Unser Ausflugstipp

Villa Oechsler

Villa Oechsler

Villa Oechsler – ein architektonisches Kleinod
Eines der architektonisch schönsten Gebäude der Insel Usedoms steht an der Heringsdorfer Promenade. Das als „Villa Bock“ oder „Villa Oechsler“ bekannte Haus wurde 1883 im Stil des französischen Spätklassizismus gebaut. Es gelangte in den Besitz des Bankiers Oechsler. Kurz nach dem Machtantritt Hitlers wurde es für 40.000 Mark vom Anklamer Fotografen Erwin Bock erworben. An der Fassade der Villa befindet sich jeweils ein dreiachsiger Portikus mit Dreiecksgiebel. Die zur See gewandte Seite erhielt zwei Säulen aus schwarzgrünem schwedischem Granat. Künstlerisch wertvoll ist die seeseitige Eingangsfront mit einem Mosaik aus dem Jahre 1885, das der Italiener Dr. Antonio Salvati fertigte. Ferner schmücken das Gebäude zahlreiche Reliefs.
In den Sommermonaten diente die Villa Oechsler den Besitzern als Ferienhaus. Zwischen 1945 und 1950 gehörte das Haus, wie viele andere, zum sowjetischen Sanatorium. Nach dessen Auflösung wurde das Haus dem Friedensdienst überlassen und von 1958 an als Gemeindebiblothek genutzt. In diesen Tagen hat die Villa wieder den Besitzer gewechselt. Zurzeit wird der bauliche Zustand der Fassade untersucht. Für die künftige Nutzung der Villa gibt es noch keine festen Pläne. Wir wollen hoffen, dass die Villa Oechsler bald wieder im neuen Glanz erstrahlt.

Unser Veranstaltungstipp für morgen
20.00 Uhr Regenbogenmeditation in unserem Wintergarten mit Frau König
Dauer: ca. 1 Stunde
Preis: 12,- € pro Person
Bitte Voranmeldung im Veranstaltungsbuch an der Rezeption, max. 8 Teilnehmer

Unser Usedomer Inselwetter
Der heutige Tag beginnt mit viel Nebel. Gegen Nachmittag kommt die Sonne aber immer mehr zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen max. 16 Grad.

Unsere Morgenpost finden Sie auch unter
www.strandhotel-heringsdorf.de
strandhotel.wordpress.com

Historisches
Das Familienbad in Heringsdorf
Die beiden Heringsdorfer Familienbäder lagen beiderseits der Seebrücke. Um den wachsenden Bedarf zu befriedigen, wurde 1909/10 östlich der Seebrücke unterhalb des Strandcasinos ein neues Familienbad erbaut, als dessen Schöpfer Dr. Werner Delbrück gilt. Von der Promenade beeindruckten die beiden den Eingangsbereich markierenden hohen Türme, während die Seitenenden von niedrigeren Türmen begrenzt wurden. Wenn man den Eingang betrat, kam man zuerst in einen Vorraum, der in einen großen Saal mündete.
Die beiden hufeisenförmigen Flügel ruhten auf Betonpfählen und führten bis ins Wasser, während in der Mitte und an den beiden Enden der Flügel nochmals kleinere Türme waren.
In den beiden Flügeln befanden sich die Umkleidekabinen, die den beiden Geschlechtern gestatteten, getrennt ins Wasser zu gehen. Die der Badeanstalt auf dem venezianischen Lido ähnliche Anlage hatte insgesamt über 200 Badezellen.
Die Familienbäder wurden mit der 1923 erlassenen Freibadeerlaubnis von Bansin bald überflüssig, da man ab diesem Zeitpunkt vom Strandkorb aus baden durfte.

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