Morgenpost im Strandhotel Heringsdorf vom 15. Oktober 2008

Vineta- Die versunkene Stadt
Der Sage nach ist Vineta bei einer Sturmflut untergegangen. Grund sei der moralische Verfall der Stadt, der „Hochmut und die Verschwendung der Bewohner“ gewesen. Dabei gab es eine Warnung: Drei Monate, drei Wochen und drei Tage vor dem Untergang der Stadt erschien sie über dem Meer mit allen Häusern, Türmen und Mauern als farbiges Lichtgebilde. Die Ältesten rieten allen Leuten daraufhin, die Stadt zu verlassen, denn sehe man Städte, Schiffe oder Menschen doppelt, so bedeute das immer den Untergang. Doch die Bewohner Vinetas kümmerten sich in ihrem Mangel an Demut nicht darum. Niemand beachtete auch die allerletzte Warnung: Einige Wochen später tauchte eine Wasserfrau dicht vor der Stadt aus dem Meer und rief dreimal mit hoher, schauerlicher Stimme:
„Vineta, Vineta, du rieke Stadt, Vineta sall untergahn, wieldeß se het väl Böses dahn“
(Vineta, Vineta, du reiche Stadt, Vineta soll untergehn, weil sie hat viel Böses getan).
Noch heute sollen Glocken aus den Tiefen des Meeres zu hören sein.

20.45 Uhr Liveübertragung
auf Großbildleinwand im kleinen Restaurant
Deutschland  Wales

 

Unser Veranstaltungstipp für morgen
20.30 Uhr – Historischer Abend Nr. 10
„Wo lag das sagenumwogene Vineta“
Als kompetenter Gesprächspartner ist Dr. Klaus Goldmann eingeladen. Der frühere Oberkustos am Museum für Vor- und Frühgeschichte zu Berlin ist Autor des Buches „Vineta – Die Wiederentdeckung einer versunkenen Stadt“.
Das Strandhotel Heringsdorf bietet die historischen Abende monatlich für die Gäste des Hauses  und Usedom-Besucher an. Die thematischen Veranstaltungen befassen sich mit prominenten Badegästen der Insel sowie mit der Inselgeschichte.

 

Eintritt frei

Unser Ausflugstipp
Besuchen Sie doch mal das gar nicht so weit entfernte Ostseebad Ahlbeck!
Ahlbeck hatte bereits eine Geschichte, bevor der Forstmeister von Bülow, der zu Beginn des 19.Jh. Heringsdorf aus der Taufe gehoben hatte, auch hier auf den Plan trat. Um 1700 wurde an der Beek, die früher von Gothensee in die Ostsee floss und heute Ahlbeck unterirdisch durchfließt, eine Wassermühle erbaut. Ein paar Büdner siedelten sich dort an und gründeten somit eine Art Dorf. Die kleine Siedlung gehörte zum Mellenthiner Gutsbesitz und wurde daher Adlig-Ahlbeck getauft. Am nördlichen Bachufer entstand ebenfalls eine kleine Siedlung, Die Königlich-Ahlbeck getauft wurde. Bülow kaufte nach Auflösung der Mellenthiner Güter Land, Parzellierte es und vergab es an Fischer. Mitte des 19.Jh. beschlossen nun auch Ahlbecker, am florierenden Tourismus zu partizipieren, doch mit dem eleganten Heringsdorf konnten sie nicht konkurrieren. Ahlbeck war damals noch ruhig und beschaulich, vor allem jedoch so erschwinglich, dass auch Theodor Fontane zeitweise erwog, sich dort ein Ferienhäuschen zu kaufen. Doch erst, als sich die beiden Teile Ahlbecks zusammenschlossen, blühte dank gemeinsamer Anstrengung der Bädertourismus auf.

 

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