Eine Tafel für Tucholsky fehlt noch in Heringsdorf

wolf_tucholsky

Matthias Wolf (links) und Kulturredakteur Detlef Stapf

Ostseezeitung schrieb am 17.03.09:

An illustren Gästen, die einst in Heringsdorf Erholung und Zerstreuung gefunden haben, erinnern in dem Kaiserbad viele Gedenktafeln. Doch eine fehlt, und deshalb müsste am „Weissen Schloss“ auf dem Kulm eigentlich noch ein Schild mit dem Hinweis auf Kurt Tucholsky angebracht werden. Das sagte Matthias Wolf, Theaterwissenschaftler und Dramaturg am Theater Neustrelitz, beim jüngsten Historischen Abend im Heringsdorfer „Strandhotel“, der dem Schriftsteller und Journalisten Kurt Tucholsky gewidmet war. Die Sommer 1921 und 1922 verbrachte der aus Berlin stammende Mitherausgeber der Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“ nachweislich auf Usedom – und im „Weissen Schloss“ pflegte er sich zu erholen, wenn er die Nase voll von der Hauptstadt hatte. Tucholsky, erzählte Wolf, habe sich dann mit Künstlern und Sängern getroffen, die gerade auf der Insel weilten. Ganz ungezwungen habe er mit ihnenGartencafes geprobt und sich Inspirationen geholt. Wolf beschrieb Tucholsky als begnadeten Satiriker, der ähnlich wie heute Harald Schmidt die politische Situation mit beißendem Witz „aufspießte“; manche Idee für seine wöchentlichen Zeitungsglossen kam ihm dabei in Heringsdorf.

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