„Märchenbaumpromenade“ lädt zum Träumen ein

usedom.de: Allein schon der Name „Märchenbaumpromenade“ lädt zum Träumen ein: Ein sprechender Baum, aus dessen Krone eine Geschichte ertönt. Kinder und Eltern sitzen gebannt davor und lauschen dem Märchen, das von einem Schauspieler erzählt wird, der es sich in den Ästen gemütlich gemacht hat. Am vergangenen Dienstag wurde diese „Ferienattraktion mit literarischem Mehrwert“ mit dem AusLese-Preis 2009 in der Kategorie „Veranstaltungen“ geehrt. Dr. Karin Lehmann, stellvertretende Kurdirektorin der „3 Kaiserbäder“ auf der Sonneninsel Usedom, nahm den Preis für ihr Projekt, der damit natürlich auch an die Insel Usedom geht, in der Alten Lokhalle Mainz entgegen. Aber wie entstand die Idee zur Märchenbaumpromenade? Als sich vor nunmehr zwei Jahren eine Veranstaltung für Kinder verspätet hatte, nahm sich Karin Lehmann der Gruppe an und führte sie – mit der Taschenlampe ausgestattet, da es schon dunkel war – durch das Kaiserbad Heringsdorf. An jedem Baum wartete eine neue spannende Geschichte auf die Mädchen und Jungen, die irgendwann auch selbst kleine Geschichten erzählten. Und so hatte Karin Lehmann die Idee der Märchenbaumpromenade. Als es im 19. Jahrhundert als wenig chic galt, sonnengebräunt aus dem Urlaub zu kommen, entstand ein Baumkonzept zur Begrünung des Seebades Heringsdorf. Karin Lehmann erkannte das einmalige Potenzial der Bäume, die abends mystisch anmuten – denn in dieser Umgebung wird das Märchenerzählen zum Abenteuer. Zu festen Terminen sind alle Kinder ab der kommenden Saison eingeladen, sich unter einem bestimmten Baum im Park einzufinden. Mit Decken ausgerüstet lauschen sie einem Schauspieler, der sich im Baum versteckt – und damit dem Baum, der den Kleinen ein Märchen erzählt. Aber nicht nur das: Die Kinder können dem Baum auch umgekehrt eine Geschichte vortragen. In der kommenden Saison wird HUGO, DER MÄRCHENBAUM direkt an der Heringsdorfer Promenade auf die Kinder warten. Schöner Nebeneffekt: Die Kids können endlich einmal so richtig lange wach bleiben. Eingebettet wird das Konzept in ein Programmangebot rund um das Thema Lesen und Musik, etwa durch Konzerte der Gruppe „Rumpelstil“ unter der Leitung von Jörn Brumme. Am 16. Juni wurden insgesamt sieben Projekte aus den über 100 eingereichten Bewerbungen in sieben verschiedenen Kategorien mit dem AusLese-Preis 2009 geehrt. Die Stiftung Lesen vergibt die Auszeichnung in Zusammenarbeit mit der Commerzbank alle zwei Jahre.

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